Markus
Kreuzberger, Mitglied der Modellfluggruppe St. Johann im Pongau nahm vom 20. bis 22. Juli 2007 an den
3D Masters am Campus der Northampton
University in England teil. Diese
Veranstaltung ist als „Inoffizielle Weltmeisterschaft" im
3D Helicopter Kunstflug anzusehen, da diese noch junge,
aber extrem schwierige Art des Modellhubschrauberfliegen
von der FAI noch nicht als WM ausgerichtet wird.
Die
Teilnehmerzahl war nach der Größe
des Herkunftslandes limitiert. So stand
Österreich nur 1 Startplatz zu. Diesen
losten sich dann vor Ort die beiden,
fliegerisch etwa gleich starken, aus
Bischofshofen kommenden Brüder Thomas
und Markus Kreuzberger aus. Markus
war der Glücklichere und nahm somit
unterstützt von seinem Bruder an dieser
(WM) Veranstaltung teil. Ins-gesamt
wurden 56 Piloten aus 17 Nationen zugelassen.
Der
Wettbewerb ist in drei Leistungsklassen aufgeteilt. Die Masters, die Experts und die Sportsman. Als der Wettbewerb 2001 ins Leben gerufen wurde, waren die Leistungsunterschiede
in den einzelnen Klassen noch deutlich
erkennbar. Im Laufe der Jahre schwand
dieser Unterschied immer mehr,
sodass heute kaum mehr ein Unterschied
in den Flugmanövern zu erkennen
ist.
Es gibt
insgesamt 3 Wertungsdurchgänge:
Set Maneuvers; Freestyle und Flight for Music.
Set
Maneuvers:
Bei Anmeldung (ca. 5 Monate vor dem Bewerb)
erhält man einen Flugfigurenkatalog mit insgesamt 40 Figuren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Sportsmen wählen 6 Figuren aus, die Experts und Masters je 8 Figuren.
Freestyl:
Dabei handelt es sich um eine Kür, die vom Piloten selbst zusammengestellt wird. Es wird nach einzelnen Kriterien bewertet: Dynamik, Figurenvielfalt, Schwierigkeitsgrad der Figuren, Kreativität, Sicherheit und Gesamteindruck.
Flight to Music:
Hierbei
handelt es sich um eine Musikkür, wobei der Pilot seine Musik selbst zusammenstellt. Es muss exakt zu dem Takt der Musik geflogen werden, sodass der Eindruck entsteht, als ob die Musik den Heli steuern würde.
Das Team ist am 19. Juli, die Helis natürlich in Spezialkoffer gut verpackt, von München aus nach London gestartet. Von dort dann mit einem Mietwagen ins 130km entfernte, nordwestlich liegende Northampton gefahren. Im dortigen
Universitätsgelände
Wurden die Zimmer bezogen
und in der Gemeinschaftsküche die Helis zusammengebaut. Es handelt sich dabei um einen Logo 600 3D
mit V-Stabi von Mikado Modell
Helicopters. Motorisiert ist dieses
Sportgerät mit einem Plettenberg Orbit 30-12 der seine Energie
aus Flightpower EV025 Akkus, 10S 3700 maH,
bezieht. Rotordurchmesser 1350mm
und 3,3 kg. Abfluggewicht. Am Abend
ist dann das Gesamte „Mikado-Team"
zur ersten Lagebesprechnung zusammengekommen.
Am
ersten Wettbewerbstag machte leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass nicht geflogen werden konnte. Im Laufe des nächsten Tages lockerte es auf, und es konnte mit den „Set Maneuvers" begonnen werden. Dabei belegte dann Markus Kreuzberger
den hervorragenden 2. Platz. Bei den folgenden Musikflügen, bei der alle 3 Klassen als ein Ganzes gewertet wurden, übernahm Markus mit einem
perfekten Flug die Führung in seiner
Klasse. (5. Platz unter 56 Piloten)
Die
besten 5 jeder Klasse qualifizierten sich für die Finaldurchgänge, die einen Freestyl-Flug und einen weiteren „Set Maneuvers" Durchgang beinhalteten. Das Level im Finale war extrem hoch. Markus konnte aber durch einen spektakulären Freestyl Flug und
einem überdurchschnittlich gutem „Set Maneuvers"
Durchgang die Führung behaupten
und somit den Titel „3D Masters
Sportsman Champion 2007" erobern.
Teile
dieser Manöver, die in England geflogen
wurden, konnten ja beim traditionellen
Helitreff der Modellflug-
gruppe
St. Johann im Frühling 07 bestaunt werden. In St. Johann zeigt nicht nur der Sieger der Sportsmen Klasse sein Können, sondern es war ja auch der Sieger der Masters Klassen, Dominik
Hägele aus Deutschland anwesend.